Wie Markus Küng den Bemusterungsprozess im Terrazzobau revolutionierte.
Vom frustrierenden Warten auf getrocknete Probemuster hin zur schnellen digitalen Simulation. Die Entstehungsgeschichte einer Software, die von einem Meisterbetrieb für das Handwerk geschaffen wurde.
Martin Bischof
Software-Entwickler des Terrazzo-Assistenten
Konzeption und Entwicklung der Softwarelösung, Rezepturkalkulation und Echtzeit-Simulation.
Markus Küng
Estrich- & Terrazzo-Meisterbetrieb · Vorarlberg
Jahrzehnte an Erfahrung in der Realisierung hochwertigster Terrazzoböden, fugenloser Spachtelungen und industrieller Bodensysteme.
nur noch 1 finales Freigabemuster statt unzählige Versuche
Live-Visualisierung im Beratungsgespräch
Rezepturen sind für jedes Projekt gespeichert
„Jede Farbnuance hat uns unzählige Tage gekostet.“
Wer Terrazzoböden im High-End-Bereich fertigt, kennt den Bemusterungskreislauf: Architekten haben eine präzise Farb- und Kornvorstellung für ihre Bauherren im Kopf. Doch Terrazzo ist ein Naturprodukt – die Kombination aus Zementfarbton, Feinsplitten und großen Marmorstücken verändert ihr Aussehen drastisch während des Aushärtens und anschließenden Schleifens.
„Früher mussten wir für einen einzigen Auftrag oft mehrere schwere Bodenmuster anmischen, trocknen lassen und anschließend mit der Schleimaschine aufpolieren. Wenn der Kunde dann sagte: ‚Bitte etwas heller und weniger Grünanteil‘, ging das Ganze von vorne los. Es war ein enormer Zeitfresser und Ressourcenverschwender.“ — Markus Küng
Dies war der Grund für die Entwicklung der Terrazzo-Assistent Lösung.
Der Weg zum digitalen Terrazzo-Labor
Wochenlange Musterherstellung & Frust im Bemusterungsprozess
Für jedes individuelle Bauprojekt musste Markus Küng mit seinem Team mehrere schwere Zementmuster gießen, tagelang aushärten lassen, nass schleifen und zum Bauherren transportieren. Gefiel der Farbton oder die Körnung nicht ganz, begann die mühsame Schleife von vorn.
Handwerkliche Physik trifft Software-Entwicklung
Markus wandte sich an Entwickler Martin Bischof: „Können wir das physikalische Verhalten von Kornpackung, Marmorsplitt und Zement digital berechnen?“ Die Idee für den Terrazzo-Assistenten war geboren.
Akribischer Abgleich mit echten Werkstattmustern
Monatelang wurden reale Musterplatten gegossen, hochauflösend vermessen und mit den Berechnungsalgorithmen abgeglichen. Jede Gesteinsart – von Verde Alpi bis Sölker Marmor – wurde exakt in ihren optischen und geometrischen Eigenschaften kalibriert.
Entscheidung in 10 Minuten statt in Wochen
Heute konfiguriert Küng Bodenbau neue Terrazzoböden direkt im Beratungsgespräch gemeinsam mit Architekten und Bauherren.
Handwerkliche Expertise trifft High-Performance Software.
Martin Bischof von offbeats Software-Solutions brachte die Informatikkompetenz ein, um physikalische Kornverteilungsmodelle und Renderings in Echtzeit im Browser zu berechnen. Markus Küng testete jeden Prototyp direkt im Betrieb und auf Baustellen.
Das Ergebnis ist der Terrazzo-Assistent: Eine Software, die von Terrazzo-Herstellern für Terrazzo-Hersteller gebaut wurde.

Realisierter Verde Alpi Terrazzo von Küng Bodenbau
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